
Die EAEU stärkt Agrarexporte durch internationale Routen und Kasachstans Transitpotenzial

ASTANA – Die Mitgliedsstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) haben während des dritten Eurasischen Wirtschaftsforums, das vom 30. September bis 20. Oktober stattfand, über die mögliche Ausweitung des Transports landwirtschaftlicher Produkte über den Internationalen Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC) diskutiert. Dieser bedeutende Korridor verbindet die EAWU mit dem Iran, dem Nahen Osten und anderen strategischen Märkten.
Das Projekt Eurasian Agroexpress zielt darauf ab, den Export landwirtschaftlicher Produkte aus den EAWU-Mitgliedstaaten nach China, Usbekistan, Vietnam und anderen Ländern Südost- und Zentralasiens zu fördern.
Alevtina Kirillova, Generaldirektorin der autonomen gemeinnützigen Organisation Eurasian Agrologistics, gab bekannt, dass derzeit drei Schlüsselstrecken im Rahmen des Eurasian Agroexpress-Projekts in Betrieb sind. Diese Routen, die Verbindungen nach China, zum INSTC und zu zentralasiatischen Staaten umfassen, befinden sich derzeit im Pilotmodus und sollen den Agrarhandel in diesen strategischen Regionen ausweiten.
„Getreide sowie Öl- und Fettprodukte werden bereits heute in den Iran und weiter in die Länder des Nahen Ostens verschifft. Wir haben uns auf Tarifsätze für die Eisenbahnen Kasachstans, Russlands, Turkmenistans und Irans geeinigt. Unser Ziel ist es, die Produktionsmenge bis 2025 auf 200.000 Tonnen pro Jahr zu steigern“, erklärte Kirillova.
Die Agrarexporte aus den EAWU-Ländern haben sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt und übersteigen 40 Milliarden US-Dollar. Auch die Exporte in Drittländer nehmen stark zu, so Kirillova.





