
Der zentralasiatische Postgipfel in Astana: Online-Handel im Fokus

Der elektronische Handel in Zentralasien wächst mit rasendem Tempo, und Postbetreiber, Marktplätze und Logistikunternehmen kämpfen um die Anpassung an diese Entwicklung. Am 10. April fand in Astana der zentralasiatische Postgipfel statt, bei dem Führungskräfte und Vertreter der wichtigsten Post- und Logistikunternehmen zusammenkamen, um die Zukunft von E-Commerce und Logistik in der Region zu diskutieren.
Der Gipfel, der von Qazpost, dem nationalen Postbetreiber Kasachstans, organisiert wurde, zog viele Interessenten an. Kasachstan verzeichnet ein schnelles Wachstum im E-Commerce, insbesondere im grenzüberschreitenden Handel. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 20 Millionen Pakete gehandelt, wovon etwa die Hälfte inländische Sendungen innerhalb Kasachstans waren. Das durchschnittliche jährliche Wachstum des E-Commerce liegt zwischen 20% und 30%, und das Unternehmen erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt.
Um die steigende Nachfrage zu bewältigen, erweitert Qazpost seine regionalen Sortierzentren und führt automatisierte Sortierungstechnologien ein. Eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen YTO soll die Logistikdienste von chinesischen Marktplätzen direkt an kasachische Verbraucher bringen.
Der zentralasiatische Markt für E-Commerce entwickelt sich dynamisch und wird als einer der am schnellsten wachsenden weltweit angesehen. Der Markt in Usbekistan ist in den letzten vier Jahren sogar fast zehnmal gewachsen. Die wachsende Nutzung von Mobiltelefonen und die Bedeutung der End-to-End-Logistik sind wichtige Trends in der Region.
Lokale und internationale Marktplätze spielen eine entscheidende Rolle im Aufstieg des E-Commerce in Zentralasien. Die Zusammenarbeit von Unternehmen wie Qazpost, Wildberries und Aliexpress mit Transportunternehmen und Logistikdienstleistern ist entscheidend, um den steigenden Bedarf an Lieferungen zu decken.
Einige Herausforderungen ergeben sich jedoch aus Richtlinien zum Schutz lokaler Produzenten, die die Grenzen des grenzüberschreitenden E-Commerce einschränken könnten. Es wird argumentiert, dass diese Beschränkungen den nationalen Postbetreibern und dem gesamten Markt schaden könnten, da Importe wichtige Einnahmequellen darstellen. Es wird daher empfohlen, einen ausgewogeneren Ansatz bei der Regulierung des grenzüberschreitenden E-Commerce zu verfolgen.
Insgesamt zeigt der zentralasiatische Postgipfel deutlich die wachsende Bedeutung des E-Commerce und der Logistik in der Region, sowie die Notwendigkeit von Innovation und Anpassung, um mit diesem dynamischen Markt Schritt zu halten.





