
Das Senat beschließt Gesetz zur Liberalisierung der Tarife für Güter- und Hochgeschwindigkeitszüge

Am 30. September hat der Senat Usbekistans eine neue Version des Eisenbahnverkehrsgesetzes verabschiedet, das marktbasierte Reformen für den Sektor einführt.
Das aktualisierte Gesetz, das das bisherige Gesetz von 1999 ersetzt, hat das Ziel, Marktprinzipien im Schienenverkehr zu fördern und privates Unternehmertum zu unterstützen. Die Reformen sollen auch ausländische Investitionen und eine erweiterte internationale Zusammenarbeit im Bereich der Eisenbahndienstleistungen fördern. Gleichzeitig soll es öffentlich-private Partnerschaftsprojekte in diesem Sektor erleichtern.
Ein entscheidendes Merkmal des neuen Gesetzes ist die Abkehr von der staatlichen Regulierung der Tarife für den Güterverkehr und Hochgeschwindigkeitspersonenzüge. Die Tarife für diese Dienste werden nun auf Basis der Marktkonditionen festgelegt. Um den inländischen Personenverkehr in regulären Zügen zu unterstützen, sieht das Gesetz jedoch einen Entschädigungsmechanismus vor. Die Verluste, die durch die Erbringung dieser Dienstleistungen entstehen, werden aus dem Staatshaushalt gedeckt.
Des Weiteren legt das Gesetz fest, wie Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur fließen sollen und benennt Finanzierungsquellen für den Bau und die Renovierung von Eisenbahnstrecken und Bahnhöfen. Zudem werden die Rechte und Pflichten von Verkehrsunternehmen und Infrastruktureigentümern bei der Nutzung des öffentlichen Schienennetzes klar definiert.
Das Gesetz muss nun noch von dem Präsidenten unterzeichnet werden, um in Kraft zu treten.
Zuvor hatte das Verkehrsministerium im Dezember 2023 einen Entwurf des neuen Gesetzes veröffentlicht, der mehrere wichtige Änderungen vorsah, darunter auch Regelungen für den nichtöffentlichen Schienenverkehr.






