
Das Hüttenwerk Taschkent und seine Insolvenz: Stellungnahme

Gründerwechsel beim Taschkenter Metallurgiewerk hat keine Auswirkungen auf den Betrieb des Werks
Nach Medienberichten hat das Taschkenter Metallurgiewerk (TMP) offiziell erklärt, dass der Wechsel der Gründer keine Auswirkungen auf den Betrieb des Werks hat und der Staat nicht für die Verpflichtungen des Unternehmens verantwortlich ist. Zuvor war bekannt geworden, dass die Gründer des Offshore-Unternehmens das Projekt verlassen hatten, nachdem das staatliche Unternehmen zwischen 2017 und 2022 Millionenverluste erlitten hatte und von einer Insolvenz bedroht war.
Der Wiederaufbau- und Entwicklungsfonds, der im Namen Usbekistans 49,9% des Werks besitzt, hat beim Gericht Berufung eingelegt und konnte die beiden anderen Gründer des Unternehmens, Metalloinvest Holding (41,87%) und Miramonte Investments (8,23%), ausschließen. Laut der Stiftung drohte das Werk aufgrund der Untätigkeit dieser beiden Gründer bankrott zu gehen. Der Nettoverlust des Werks belief sich Ende 2022 auf 316,8 Milliarden Soums und der kumulierte Verlust von 2017 bis 2022 auf 916,92 Milliarden Soums (rund 79,5 Millionen Dollar).
Das Gericht gab der Forderung des Wiederaufbau- und Entwicklungsfonds statt und entfernte die beiden Gründer aus dem im Ausland registrierten Unternehmen. Damit wurde das Werk mit seinen Verlusten und Schulden dem Staatsfonds überlassen.
In einer offiziellen Erklärung, die vom Taschkenter Metallurgiewerk veröffentlicht wurde, wird betont, dass der Staat nicht für die Verpflichtungen des Unternehmens verantwortlich ist. Die Schulden des TMP werden durch kommerzielle Aktivitäten beglichen. Das Unternehmen stellte klar, dass die Aufnahme von Krediten zur Finanzierung von Bau und Produktion bei großen Unternehmen üblich sei und dass das Werk gemäß einem genehmigten Plan im Jahr 2026 profitabel sein soll.
Das Taschkenter Metallurgiewerk, das 2020 eröffnet wurde, produziert verzinkten und kaltgewalzten Stahl mit Polymerbeschichtung. Die Gesamtkosten des Projekts wurden zunächst auf 278,2 Millionen Euro geschätzt, later wurde dieser Betrag auf 334,47 Millionen Euro erhöht. Unter anderem wurden 164,5 Millionen Euro als Darlehen von der Export-Import-Bank Russlands, 154,7 Millionen Euro aus dem Wiederherstellungs- und Entwicklungsfonds und 15,1 Millionen Euro als Darlehen von der Asakabank für das Projekt bereitgestellt. Die Amortisationszeit des Projekts wird auf 9,3 Jahre geschätzt.
Das Projekt wurde von der russischen Gruppe „Metprom“ auf der Grundlage der Übergabebedingungen umgesetzt und von der ausländischen Gesellschaft SFI Management Group geleitet.






