
CPJ verurteilt Liquidation von Kloop Media-Gerichtsentscheidung

Das Committee to Protect Journalists (CPJ) verurteilt die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Kirgisistans, die Schließung von Kloop Media zu bestätigen, einer gemeinnützigen Organisation, die die investigative Nachrichten-Website Kloop betreibt.
„Die erzwungene Schließung des international preisgekrönten investigativen Mediums Kloop ist eine beschämende Episode in der Geschichte des modernen Kirgisistans – eines Landes, das lange als Hort der Pressefreiheit in Zentralasien galt – und ein klares Zeichen dafür, dass dieser Ruf nicht mehr gilt“, sagte Gulnoza Said, CPJ-Programmkoordinatorin für Europa und Zentralasien. „Die kirgisischen Behörden sollten ihren repressiven Kurs gegenüber den Medien sofort umkehren und Kloop sowie allen anderen unabhängigen Medien die freie Arbeit ermöglichen.“
Der Oberste Gerichtshof Kirgisistans hat die Entscheidung zur Liquidation der öffentlichen Stiftung Kloop Media bestätigt. Das Richtergremium des Obersten Gerichtshofs der Kirgisischen Republik für Zivil- und Wirtschaftssachen hat die Entscheidung am 16. Juli getroffen. Die Entscheidung des Oktyabrsky-Bezirksgerichts von Bischkek zur Liquidation der Stiftung blieb unverändert.
Am 28. August 2023 reichte der Bischkeker Staatsanwalt Emilbek Abdymanapov eine Klage zur Liquidierung der öffentlichen Stiftung Kloop.Media ein. In der Klage heißt es insbesondere, dass „die meisten Veröffentlichungen negativer Natur sind und darauf abzielen, Vertreter staatlicher und kommunaler Stellen zu diskreditieren“. „Die Veröffentlichungen von Kloop.Media enthalten versteckte Manipulationen der Meinung der Gesellschaft, die negative Prozesse auferlegen, die nicht der Realität entsprechen und Widerstand gegen alle Vorhaben der gegenwärtigen Regierung schaffen“.
Der Staatsanwalt berief sich dabei auf mehrere Schlagzeilen und Materialien von Kloop.kg, die der Aufsichtsbehörde zufolge scharfe Kritik an der Regierung üben.
Die Staatsanwaltschaft warf der öffentlichen Stiftung außerdem vor, große Geldbeträge verheimlicht zu haben. Im April 2024 entschied das Bezirksgericht Oktyabrsky, die öffentliche Stiftung Kloop Media zu liquidieren.



