
Brent-Ölpreis pro Barrel bei 72,61 USD

Ölpreise steigen trotz Rezessionsbedenken
Die Erwartungen, dass die US-amerikanische Federal Reserve (Fed) morgen den Leitzins unverändert lässt, haben einen Anstieg der Ölpreise zur Folge gehabt. An den Geldmärkten wird erwartet, dass die Fed ihre Geldpolitik mit einer Wahrscheinlichkeit von 84 Prozent auf der zweitägigen Sitzung des Federal Open Market Committee unverändert lassen wird.
Gleichzeitig wird erwartet, dass die US-Zinsen auch in diesem Jahr hoch bleiben und somit aufgrund der anhaltenden Rezessionsbedenken die Ölpreise unter Druck setzen könnten. Die heutigen Inflationsdaten sind von entscheidender Bedeutung für Investoren. Der Verbraucherpreisindex (CPI) wird auf dem Markt erwartet und könnte für den Monat Mai auf 4,1 Prozent sinken.
Während die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ihre politische Rate um 25 Basispunkte erhöhen wird, wird erwartet, dass die Bank of Japan am Freitag ihre sehr lockere Politik fortsetzen wird.
In China, dem weltweit größten Ölimporteur, verursachen negative Wirtschaftsdaten nach COVID-19 eine negative Stimmung über den Verlauf der Erholung, was den Anstieg der Ölpreise begrenzt.
Investoren beobachten außerdem den Monthly Oil Market Report der Organisation erdölproduzierender Länder (OPEC), der heute veröffentlicht wird, um weitere Entwicklungen auf der Nachfrageseite zu verfolgen.
Technisch gesehen kann der Bereich von 73,94 bis 76,05 USD für Brent-Öl als Widerstand angesehen werden, während der Bereich von 70,65 bis 69,47 USD als Unterstützung betrachtet werden kann.



